Mit einem restlos ausgebuchten Fanbus reisten die Eisadler-Fans am Sonntag zum zweiten Viertelfinal-Playoff-Spiel auswärts in Dinslaken an. Was ein Gewinn für das komplette Spiel und die Stimmung vor Ort unter den 426 Zuschauern war, denn dieses Spiel hatte die EAD Klang-Kulisse absolut verdient! Das körperbetonte Spiel begann zunächst offen, mündete dann aber in einer deutlichen Machtdemonstration der Eisadler.
Und endlich ging es los… Nach knapp 2 Minuten sitzt der erste Dinslakener auf der Strafbank – Powerplay für die Eisadler. Da wurde nicht lange gefackelt: Vorgelegt durch Laakso, umgewandelt von Gardiner zur 0:1-Führung in Überzahl. Die Antwort der Kobras folgte jedoch recht schnell. Ebenfalls im Powerplay in der 5. Minute (04:58) glichen sie zum 1:1 aus.
Dann sahen wir erstmal ein strafenreiches (6 weitere Strafen: 3 DIN, 3 EAD), aber torarmes Drittel. Trainer Jeff Job wird es im Nachgang so beschreiben: In den ersten 20 min hatten wir viele Strafzeiten, die es uns schwer gemacht haben, in den Rhythmus zu kommen.” Mit diesem Gefühl gingen auch die Fans in die Pause. Welches Spielspektakel die Zuschauer jedoch dann zu sehen bekamen – damit hätte niemand rechnen können!
Mit Beginn des zweiten Drittels änderte sich das Bild komplett. In Minute 22 war es Lichnovsky (Vorlage Gardiner), der mit dem 1:2 das Momentum endgültig auf die Dortmunder Seite zog und das game winning goal für sich entschied. Von diesem Zeitpunkt an übernahmen die Eisadler das Kommando. Das Tempo war hoch, die Kommunikation auf dem Eis klar, die Wege kürzer, Chancen wurden sich spielerisch smart erarbeitet und ergriffen.
In Minute 30 erhöhte Laakso (Vorlage Schmitz, Cohut) auf 1:3 und nur knapp zwei Minuten später legt Gardiner (Vorlage Trapp, Lichnovsky) mit dem 1:4 nach. Fehler der Kobras wurden schnell gesehen, genutzt und von den Eisadlern abgestraft. Genauso wie die Spielsituation in Minute 32, nach der gleich zwei Spieler der Eisadler wegen übertriebener Härte für 2 min vom Eis gehen – Gardiner und Trapp. Doch auch das konnte die Stimmung der angereisten EAD-Fans kaum dämpfen, denn die euphorischen Fangesänge wollten nicht abklingen. Die Stimmung unserer Fans war einfach mitreißend!
55 Sekunden vor der zweiten Drittelpause, dann ein weiteres Highlight des zweiten Drittels! Gardiner sorgte noch für den krönenden Abschluss des Drittels, mit seinem dritten Treffer des Abends und damit für das 1:5. Vorgelegt von Moyer und Brazda entließ das Gardiner-Tor die Fans mit einem Freudentaumel und der Hoffnung auf ein ebenso gebührendes Schlussdrittel in die zweite Pause.
Auch im Schlussabschnitt waren die Eisadler unermüdlich und ließen nicht nach, bereit die Tordifferenz weiter auszubauen. Busch traf in der 45. Minute zum 1:6 (Vorgelegt von Rosenthal und Orthwein), Brazda erhöhte in Überzahl auf 1:7 durch die Vorlage von Laakso und Gardiner. Die Spielkonstellationen funktionierten an diesem Abend schlichtweg hervorragend!
In der Schlussminute setzte Dortmund, es könnte nicht schöner sein, dann noch gleich zwei Ausrufezeichen: Lauer traf in Überzahl (Vorlage von Gardiner und Trapp) zum 1:8. “Der Lauer hat nur aufs Tor gelauert” tönt es noch im jubelnden Zuschauerraum, ehe Polter nur 40 Sekunden später (59:44) den 1:9-Endstand durch Vorlage von Kronhardt und Ortwein finalisiert.
Dieser Auftritt war nicht nur ein deutlicher Auswärtssieg – er war ein Statement in der Viertelfinal-Playoff-Serie. Die Energie stimmte, die Spielintelligenz im Kader war für jeden Zuschauer sichtbar, das Powerplay funktionierte, und die Fans trugen das Team über die gesamte Spielzeit.
Wenn die Eisadler am kommenden Freitag in Spiel 3 über 60 Minuten so auftreten wie in den letzten 40 Minuten dieses Abends, stehen die Chancen sehr gut, das Viertelfinale der Playoffs vorzeitig für sich zu entscheiden.
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Simmen zum Spiel:
Matthias Potthoff (sportlicher Leiter):
Das Team hat heute nach einem schwierigen ersten Drittel gut aufgedreht. Das Tempo war hoch, die Energie voll da, herausgespielte Chancen wurden genutzt. Das war heute insgesamt ein starker Auftritt und wichtig für das Selbstvertrauen. Diesen Spirit werden wir in das Spiel 3 nächsten Freitag mitnehmen.
Jeff Job (Trainer):
In den ersten 20 min hatten wir viele Strafzeiten, die es uns schwer gemacht haben, in den Rhythmus zu kommen. Nach dem 0:1 in Überzahl kam kurz darauf der Gegner zum Ausgleich.
Im 2/3 haben wir viel besser gespielt. Das Team hat sich besser verständigt, sich unterstützt und so die Torchancen voll ausgenutzt.
Im zweiten und dritten Drittel haben wir klar dominiert und den Kobras keine Luft und Raum für Chancen gelassen, sodass wir mit dem 1:9-Sieg aus dem zweiten Viertelfinal-Spiel gehen.
Wenn wir am kommenden Freitag, wie heute in den letzten 40 min spielen, dann haben wir guten Chancen, das Viertelfinale der Playoff für uns zu entscheiden.
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Vorschau:
Am Freitag, den 20.02.2026, geht es gegen die Kobras um 20:00h im Eisstadion in der Strobelalle weiter im Best-of-5 der Viertelfinal-Playoffs.
Torfolge:
02:45 EAD Gardiner, 04:58 DIN Giannini, 21:59 EAD Lichnovsky, 29:30 EAD Laasko, 31:20 EAD Gardiner, 39:05 EAD Gardiner, 44:30 EAD Busch, 52:03 EAD Brazda, 59:04 EAD Lauer, 59:44 EAD Polter
Strafminuten:
EAD: 16 Minuten, Kobras: 20 Minuten
Kader EAD:
Tor: #1 Oster, #33 Brunnert
Verteidigung: #12 Lauer, #19 Krebietke, #32 Schmitz, #57 Klingsporn, #70 Ortwein, #77 Bergstermann, #94 Cohut
Sturm: #14 Busch, #16 Kronhardt, #17 Rosenthal, #40 Gardiner, #41 Trapp, #63 Laakso, #65 Brazda, #69 Lichnovsky, #75 Jaakola, #80 Moyer, #88 Panov, #91 Polter
Trainer: Jeff Job