Sieben Tore im Mitteldrittel: Eindrucksvoller 13:2-Sieg gegen Grefrather Phoenixe

Die Eisadler können in der Regionalliga West ihre beeindruckende Form halten und gewinnen am Freitagabend vor knapp 2.100 Fans gegen ein Grefrather Team, welches nach einem starken Start den Dortmunder wenig entgegensetzen konnte.

Mit vier Siegen aus vier Spielen gingen die Eisadler mit breiter Brust in die Freitagspartie, doch die Phoenixe zeigten vom Start weg ihr stärkstes Gesicht: Den ersten Torschuss des Spiels verzeichneten die Gäste und sie erzielten auch das erste Tor nach vier Minuten. Eine Überraschung für die Dortmunder – Mannschaft wie Fans. Auch das Trainerteam aus Colin Long und Jeffrey Job wurde kalt erwischt, weiß den frühen Rückstand aber auch einzuordnen: „Wir wussten, dass Grefrath eine Mannschaft ist, die immer gut spielt. Das erste Tor war auch ein Fehler unserer Mannschaft,“ sagt Job und Long ergänzt: „Um ehrlich zu sein, haben wir das Spiel etwas langsam gestartet. Wir wollen eigentlich nicht darauf warten, was das andere Team macht, sondern selbst das Spiel gestalten.“ Diese Gestaltung des Spiels nach Dortmunder Belieben zeigte sich auch in den Folgeminuten: Die Eisadler fanden gut ins Spiel und erarbeiteten sich mehrere Chancen durch Puckeroberungen, sauberes Passspiel und aggressive Zweikämpfe. Die Belohnung folgte prompt: Nach 6:34 Minuten verwandelte Panov (88) im zweiten Nachschuss eine aussichtsreiche Chance in den Ausgleich und ließ die Dortmunder das erste Mal an diesem Abend jubeln. Das 2:1 folgte nach 12 Sekunden im Powerplay, als Chukarov (13) in der noch ungeordneten Grefrather Defensive eine Lücke sah und den Puck sauber in die Maschen drosch. Als das 3:1 nach 15 Minuten fiel, war es sinnbildlich für die erlangte Kontrolle der Eisadler: Sie ließen nicht locker, kombinierte sich klug durch die Grefrather Defense und nach Vorlage von Kragh (21) und Alberg (4) versenkte Seto (8) den Puck mit Leichtigkeit. Grefrath spielte im ersten Drittel gut mit, konnte jedoch teilweise mit dem schnellen Dortmunder Spiel nicht mithalten und hatte Schwierigkeiten mit einer gut geordneten Dortmunder Defense und einem wachsam agierenden Oster (1) im Dortmunder Tor.

30 Sekunden nach der Pause war von diesen Schwierigkeiten allerdings nichts mehr zu sehen und Grefrath erwischte Dortmund eiskalt, indem sie sich vor Oster festsetzten und ihn anschließend zum 3:2-Anschlusstreffer überwanden. Doch dieser Treffer schien die Eisadler nur anzustacheln: Mit einer geordneten Defense, sauber eingespielten Sturmreihen und physisch überlegenen Zweikämpfen überwanden die Eisadler nun die Grefrather um Goalie Drücker im Minutentakt. Alberg traf sehenswert nach 24 Minuten zu 4:2, 20 Sekunden später erhöhte Brazda (91) und Busch (14) ließ die Dortmunder Fans nach 25 Minuten erneut jubeln. Die Phoenixe wirkten in dieser Phase mit allen Dortmunder Offensivreihen überfordert und waren oft einen Schritt zu spät, die Eisadler waren hellwach und spielten sich immer weiter in einen Torrausch. Nach knapp 30 Minuten erhöhte Schmitz (3) auf 7:2. Grefrath war um Kontrolle bemüht, doch auch der Grefrather Goaliewechsel änderte nichts an der Dortmunder Dominanz. Mit einem Doppelschlag erhöhten Kryvorutskyy und erneut Schmitz nach 32 Minuten auf 9:2, bevor Klingsporn (57) drei Minuten später erstmals auf einen zweistelligen Punktestand stellte. Bei 7 Toren von 15 Torschüssen in diesem Drittel zeigte Dortmund eine brutale Effizienz. „Wenn du immer das gleiche System spielst, geht es auch gut. Wir haben die Ruhe bewahrt, als sie getroffen haben, und unser System hat Wirkung gezeigt,“ erklärt Long die Phase der Dortmunder Dominanz im Mitteldrittel. 

Im letzten Drittel flachte das Spiel etwas ab, die Phoenixe konnten ihre Defense wieder etwas stabilisieren und das Spielgeschehen phasenweise mitgestalten. Nach 42:25 Minuten blitzte Busch erneut vor dem Grefrather Tor auf, um auf 11:2 zu stellen. Die letzten fünf Minuten des Spiels gehörten allerdings alleine Panov, der mit zwei Treffern nicht nur den 13:2-Endstand herstellte, sondern auch seinen ersten Hattrick erzielen konnte und sich dafür ausgiebig von den Fans feiern lassen durfte. Aber auch das Trainerteam war sehr zufrieden: „Als Team wollen wir immer den Teameffort feiern, welcher in diesem Spiel großartig war. Wir feiern außerdem auch immer individuelle Efforts. Panov hatte in diesem Spiel seinen ersten professionellen Hattrick, was uns besonders gefreut hat. Er ist ein Spieler, der hart gearbeitet hat und er ist ein bright spot für mich,“ sagt Long mit einem Lächeln und Job ergänzt: „Wir haben sehr viel gut gemacht. Unsere Geschwindigkeit mit dem Puck ist beeindruckend und wir werden immer schneller und besser, die Entscheidungen ebenso.“

Die Eisadler grüßen nun nach fünf Siegen aus fünf Spielen und einer Tordifferenz von +47 Treffern von der Tabellenspitze der Regio West. Weiter geht es heute auswärts gegen die Nachbarn aus Bergkamen in der Eishalle Bergkamen, Bully ist um 18:30 Uhr.

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